Modellbahn

Dezember 2007

Nach einem Besuch im Miniatur-Wunderland Hamburg wurde das alte TT- Modellbahnzeug wieder herausgeholt. Gleise, Weichen, Loks und Häuser waren noch vorhanden. Schnell noch zum Baumarkt, um ein paar Bretter für den Außenrahmen, ein paar Leisten für die Verstrebung und Styropur-Platten in verschiedenen Stärken zu holen. Nach ein paar Stunden lagen schon die ersten Gleise auf der Anlage. Januar 2008 Schottermatten und die Bogenbrücke eingekauft und weiter ging es. Das Styropur kann man gut mit dem Messer bearbeiten und mit Styropurkleber verleimen. Die Berge sind abnehmbar. Mit Silikonformen wurden Felsen aus Gips modelliert und Mauern gegossen. Diese wurden dann ebenfalls mit Styropurkleber aufgeklebt. Februar 2008 Die erste Steuerung musste her, und analog musste sie sein. Geplant waren 3 getrennte Fahrkreise, also auch 3 Steuerungen. In die nähere Auswahl kamen Schieberegler mit IC Spannungsregler mit Kurzschlußschutz.

 November 2008

Der nächste Schritt wurde angegangen – die Digitalisierung. Gesucht wurde eine preiswerte Variante, die ohne teure Digitalzentrale auskommen soll. Die ersten Versuche wurden mit DDL/DDW gestartet. Ein alter PC war noch vorhanden. Dann wurde noch ein TAMS Booster B-3 und ein Lokdecoder LD-G 32 bestellt. Mit DDL/DDW wird das DCC Signal auf der seriellen Schnittstelle COM1 zw. TX und Masse ausgegeben. Dieses Signal wird dann vom Booster von 5V auf 19V verstärkt und direkt auf das Gleis gegeben. Dann musste noch der Lokdecoder in die Lok gebaut werden und erste Tests konnten gestartet werden. Nach ein paar Startschwierigkeiten, die aber mit einem Osziloskop schnell gefunden werden konnten, machte die Lok ihre ersten Bewegungen. 🙂 Da aber nun die analogen Loks nichts mehr auf dem Gleis zu suchen haben durften, mussten noch mehr Lokdekoder her. Inzwischen wurde ich im Internet noch auf Rocrail aufmerksam. An der Hardware konnte alles so bleiben. Rocrail hat außerdem das Feature, die Anlage mit einem USB Gamepad zu steuern. Aber es gab noch was besseres : die IR Fernbedienung. Die Schaltung gibts bei LIRC, die Software dazu bei WINLIRC. Mir gefällt aber der Miriserver besser. Man benötigt noch ein zweites serielles Interface am PC und eine Fernbedienung. Die Funktionen werden in der Software angelernt und an die Hotkeys von Rocrail o. a. zugewiesen.

Januar 2009

Inspiriert durch eine Modellbahnausstellung des Modellbahnvereins Chemnitz- Rottluff versuchte ich Bäume und Sträucher selbst herzustellen.

 März 2010

Im Jahr 2009 habe ich mir einen TAMS Weichendekoder WD34 als Bausatz gekauft. Das Teil war schnell zusammengelötet und eingebaut. 2 von 4 Weichen schalteten einwandfrei, 2 funktionierten nur einseitig. Nach langen Probieren habe ich das Teil zu TAMS geschickt, mit dem Erfolg, kein Fehler feststellbar, alles ok. Also musste weiter getestet werden. Da ich sowieso mehr wie 4 Weichen schalten möchte, habe ich mir gleich noch einen WD 34 Bausatz bestellt, gleiches Fehlerbild. Irdenwann habe ich mal das Protokoll für die Magnetartikel von DCC auf Motorola gestellt und alles war ok. Ok dachte ich mir, Fahren mit DCC, Weichen stellen mit Motorola. Das nächste Problem war das Auslesen der ACK – Quittierungen aus den Lokdekodern. Habe 3 verschiedene Detektor – Schaltungen mit Transistoren, Optpkoppler bzw. Operationsvertärker ausprobiert – keine hat auch nur annhernd den gewünschten Erfolg gebracht. Somit stand dann auch schon Weihnachten vor der Tür und ich habe mir die TAMS Master Control geleistet. Super Teil – einfache Konfiguration, sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis, sehr stabil und korrekter Datenaustausch mit Rocrail. Durch das interne Programmiergleis wurde auch das Problem mit dem ACK Detektor gelöst. Die Weichendekoder werden auch ihren Dienst mit dem DCC Protokoll verrichten. (noch nicht getestet) In der Winterzeit, davon hatten wir dieses Jahr ja genug, wurden Häuser gemauert, Mauern gesetzt, Bäume und Büsche geplanzt, Plastersteine auf den Bahnsteigen und auf dem Marktplatz verlegt, der See ausgebaggert und Zäune montiert. Als nächtes ist die Elektrifizierung der Häuser und Straßen geplant. Lichtsignale wären auch nicht schlecht. Bäume sollen gesetzt werden (dauert ja, bis die groß sind) und Wasser muß in den Teich. Von der elektronischen Seite ist der S88 Bus mit Eigenbau Rückmeldern vorgesehen. Aber davon dann später mehr …

Juni 2010

Zunächst erst mal zu den Weichendekodern. Befehle von der TAMS Zentrale werden akzeptiert, welches auf ein Bug im DDL/DDW schliesen lässt. Jetzt zu den aktuellen Neuerungen. Die ersten 2 S88 Rückmeldemodule wurden auf Rasterleiterplatten gelötet und funktionierten zwar nicht sofort, aber nach kurzer Fehlersuche einwandfrei. Somit habe ich bis jetzt 32 Rückmeldekontakte zur Verfügung. Um das S88 Signal von empfindlichen 5 Volt auf störsichere16 Volt anzuheben, wurde ein sogenannter S88-Booster vorgeschaltet. Er dient als Pegelwandler und Stromversorgung. Somit waren die wichtigsten Voraussetzungen für den digitalen, vollautomatischen Blockbetrieb gegeben. Der äußere Kreis war mein Testobjekt für den Blockbetrieb mittels Rocrail und wurde mit 8 Reedkontakten versehen, die auf die S88 Eingänge geschaltet wurden. Der Kreis besteht aus 4 Blöcken. Jeder Block hat am Anfang und am Ende jeweils einen Reedkontakt. Zwischen den Blöcken wurden Fahrstraßen in beide Richtungen definiert. Im Automatikmodus sucht sich die Lok einen freien Folge-Block und stellt über die Fahrstraßen die Signale und Weichen. Ist kein freier Block zur Weiterfahrt vorhanden, bremst die Lok bis zum Stillstand ab und fährt weiter, so bald ein Folge-Block freigemeldet wird. Mit dieser Hardware ist es bereits möglich mittels PC und Rocrail einen Fahrplanbetrieb aufzunehmen und verschiedene Aktionen auszulösen. Da die Software erkennt, welche Lok sich in welchem Block befindet, kann man z. B, individuelle Zug-spezifische Bahnhofsdurchsagen über den PC abspielen lassen. Außerdem wurde der Gleisverlauf modifiziert. Es wurden 3 Kehrschleifen erstellt und die untere Ebene, die bis jetzt komplett von der oberen Ebene getrennt war, ist über eine Rampe mit der oberen Ebene verbunden. Bedingt durch die Kehrschleifen in beiden Ebenen reicht ein Ebenenverbinder für Fahrbetrieb in beide Richtungen zwischen den Ebenen. In den Kehrschleifen wurden die Gleise getrennt und über ein KSM-1 mit dem Digitalstrom verbunden. Der Badesee wurde farblich gestaltet und wartet auf die Befüllung. Bin aber mit der Farbgebung noch nicht so recht zufrieden, somit bleibt er noch trocken. Wasserpflanzen und Schilf sollen auch noch vorher rein. Nur die Bootsstege wurden schon angeliefert und montiert.

Oktober 2010

So, nun zu den Neuigkeiten der letzten 4 Monate. Bedingt duch das letzte Hochwasser, wurden die Gleise unterhalb der Felsen unterspült. Dadurch musste der Gleisunterbau komplett neu hergestellt werden. (Bild 1) Für die Dauer der Bauarbeiten gab es auf dieser Strecke Schienenersatzverkehr. Es kam zu Verspätungen. Pünktlich zur warmen Jahreszeit konnte der glasklare Badesee der Stadt übergeben werden. (Bild 2 u. 3). Zum alljährlichen Chemnitzer Heizhausfest wurde mir die BR 110 incl. 3 Personenwagen, nach Zahlung eines finianziellen Betrages, übergeben. Nach einer digitalen Generalüberholung wird sie auf der heimischen Anlage im Rahmen eines noch anstehenden Festes ihre Runden drehen. (Bilder 4-7). Jetzt wirds technisch. In Sachen Rocrail hat sich einiges getan. Es wurden weitere Rückmelder und Weichen angeschlossen, Fahrstraßen wurden optimiert, automatische Zugansagen wurden definiert. Der Automatikbetrieb funktioniert stabil. (Bild 8) Es ist schön, einfach mal der Automatik zuzusehen und nichts zu tun. Halbautomatisch und manuell geht natürlich auch. Die Auhagen Windmühle wurde zum Museum umgebaut und bekam einen Getriebemotor spendiert. (Bild 9 u. 10) In der Nähe das Bahnhofes wurden alte Signalanlagen und Lichtmasten gelagert und warten auf eine Renovierung bzw. Austausch. (Bild 11 u. 12) Zum Schluß ein paar Bilder vom Modell und vom Original. Dann bis später. Das nächste Update wird im Dezember kommen.

Oktober 2012

Hier mal eine Zusammenfassung von 2011 und 2012 Aktuell haben wir Winterfahrplan. Die Fahrpreise wurden nicht erhöht. Der erste Lichtsignaldekoder (Bild 1) wurde zusammengebaut und funktioniert. Jetzt müssen noch die Lichtsignale auf LED umgerüstet werden, vielleicht bleiben auch die Lampen drin. Mal sehen. Das legendäre Richard Hartmann Denkmal (Bild 3) wurde feierlich eingeweiht. In diesem Zusammenhang erhielt der bis dahin dunkle Marktplatz (Bild 4) elektrische Bogenlampen. Im Laufe der Zeit hat auch die Vegetation auf dem Felsen zugenommen. (Bild 5) Auf der Bildern 11 – 14 kann man die Rocrail Steuerung auf dem Smartphone erkennen. So ist es jetzt möglich von der Kellerbar die Züge fahren zu lassen. Der letzte Weichendekoder (Bild 15) wurde fertiggestelt, somit sind jetzt alle Weichen digital schaltbar. An den S88 Rückmeldedekodern hat sich ein Empfindlichkeitsproblem herausgestellt. Da musste mit RC Gliedern nachgebessert werden. Alle Rückmelder sind jetzt ebenfalls angeschlossen und funktionieren. Ein weiterer Schritt zum kompletten Automatikbetrieb. In den Tunneln wurden schaltbare LED’s für eventuelle Wartungsarbeiten installiert. Die sind aber normalerweise aus. Die Steuerung zur Hausbeleuchtung ist in Arbeit (Bild 16) Damit sollen die Lichter in den Häusern unregelmäßig an- und ausgehen. Die nächsten Teilprojekte sind jetzt die Häuser-, Strassen- und Bahnhofsbeleuchtung und die weitere Umrüstung der Lok’s auf Digitalbetrieb. Fortsetzung folgt …

Dezember 2013

2013 war schnell rum. Zumindest aus Sicht der Modellbahnanlage. BR110 digitalisiert. Licht in V36 und BR nachgerüstet. Bauernhofscheune gebaut. Signalfernsprecher installiert. Ein paar Gleise und Weichen getauscht. Reed-Kontakte ausgetauscht. In Sachen Elektronik sind noch zwei Lichtsignale dazugekommen. Die Lichtsteuerung wurde versuchsweise aufgebaut und getestet. Funktioniert wie erhofft. Muss jetzt nur noch in die Häuser eingebaut werden. In Rocrail wurden die bereits exitierenden Bahnhofsansagen mit Zugnummer, Bahnsteig und Richtung jetz auch mit mit einem Info Gong hinterlegt.
Bereits im Januar 2013 habe ich mal ein Video von der Anlage gemacht: Video
Hier mal noch ein Video von der Lichtsignalsteuerung.

2014

Es wurde Zeit für Licht in den Wagons.  Auch in der Stadt sind erste Anzeichen der Elektrifizierung zu erkennen.

2018

Die Telegrafenmasten wurden endlich mal auf der  Anlage plaziert. Ein neuer Lichtsignaldecoder auf Arduino-Basis wurde auf der Steckplatte getestet und später auf Lochraster gelötet. Bauanleitung habe ich hier gefunden.  (https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=5&t=144916) Großes Lob an den Enwickler.